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compleo newsletter 03/2009

 

Inhalt

Rettung aus der Krise

Übersicht von Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen

 

Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

willkommen bei der zweiten Ausgabe unseres Newsletters im Jahr 2009. Auch dieses Mal haben wir wieder zeitgemäße Informationen und nützliche Tipps und Tricks aus der Praxis für Sie.

Unser erster Artikel behandelt die aktuelle Wirtschaftslage und mögliche bzw. teilweise nötige Wege, um die momentan schwierige Situation zu meistern. Bei der „Rettung aus der Krise“ möchte Sie die compleo AG gern unterstützen. Im zweiten Artikel behandeln wir das Thema des Recruitings außerhalb Europas. Gerade in den Ingenieursdisziplinen herrscht innerhalb Europas immer noch ein großer Mangel an Fach- und Führungskräften, wohingegen außerhalb Europas viele qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen wären, gäbe es nicht zahlreiche bürokratische und andere Hürden.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und freuen uns auf positive wie kritische Rückmeldungen.

Ihr compleo-team

 

Rettung aus der Krise

Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage ist das Thema „Kündigung“ zwar ein sensibles, aber nicht tot zu schweigendes Thema. Es gilt jedoch in dieser Situation nicht wahllos den Rotstift anzusetzen, als vielmehr bei dringenden notwendigen Kündigungen keine Fehler zu machen und im Nachgang das Unternehmen und weitere Arbeitsplätze zu retten.

Meist ist unter Umständen ein kurzfristiger Personalabbau notwendig, um das Unternehmen langfristig erfolgreich fortzuführen. Arbeitsverhältnisse sind relativ zählebig. Sie enden nicht durch Insolvenz, Tod des Arbeitgebers oder durch einen Betriebsübergang.

Die häufigste Problematik aus Arbeitgebersicht ist, dass durchzuführende oder bereits ausgesprochene Kündigungen allzu leichtfertig mit externen Faktoren wie etwa Auftrags-, Umsatzrückgang oder Auftragsmangel begründet werden. Sie machen sich damit selbst das Leben schwer, da Sie die komplette wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens in der Vergangenheit und für die prognostizierte Zukunft darlegen und beweisen müssen. Insbesondere wird Ihr Arbeitnehmer auch die Wirksamkeit der betriebsbedingten Kündigung in Frage stellen.

Selbstverständlich können nicht nur Arbeits-, sondern alle Beschäftigungsverhältnisse aufgelöst werden. Die Auflösung von Arbeitsverträgen in Krisensituationen oder aufgrund von betrieblichen Strukturveränderungen bezeichnet man hingegen als Personalabbau.

Sinnvoller wäre es daher Kündigungen als Folge einer Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahme zu begründen.

  

Übersicht von Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen

  •  Die Zusammenlegung von Betrieben, Bereichen, Abteilungen, Gruppen und dergleichen
  • Verteilung von Aufgaben einzelner oder mehrerer Positionen auf andere Mitarbeiter

  • Übernahme von Aufgaben ganz oder teilweise durch übergeordnete Mitarbeiter

  • Zentralisierung von Aufgaben

  • Einsatz neuer Techniken

  • Outsourcing  

 

Die Liste solcher Maßnahmen ließe sich beliebig fortsetzen. Entscheidend bei diesen Maßnahmen ist, dass sich die Handlung auf den konkreten Arbeitsplatz des zu kündigenden Arbeitnehmers unmittelbar auswirkt, und somit keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung mehr besteht. 

Diese Maßnahmen beruhen auf sog. freien Unternehmerentscheidungen, die im Falle einer Klage nicht auf ihre Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit hin überprüft werden, sondern nur darauf hin, ob sie entsprechend beschlossen und mit dauerhafter Wirkung umgesetzt wurden.

Der Präzedenzfall der Trennung ist und bleibt die Entlassung, also die Beendigungskündigung durch Sie gegenüber einem Ihrer Arbeitnehmer. Hier gilt es aufzupassen, keine der Normen zu übergehen und damit einen negativen Ausgang der etwaigen Kündigungsschutzklage Ihres Angestellten zu riskieren. 

 

Die compleo AG ist Ihr kompetenter Ansprechpartner in allen Bereichen des HR-Managements. Bitte kontaktieren Sie uns jederzeit, wenn Sie noch Fragen zum Thema Rettung aus der Krise haben.

Recruiting von technischen Fach- und Führungskräften außerhalb Europas

In den mitteleuropäischen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz (D A CH) gab es in den Jahren 2006-2008 einen sich ständig verschärfenden Mangel an Ingenieuren und technischen Fachkräften, teilweise auch an Naturwissenschaftlern. Trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise wird sich dieser Fachkräftemangel ab ca. 2011 mittelfristig wieder verschärfen, nicht zuletzt auch wegen der demografischen Entwicklung und der mangelnden Neigung vor allem bei Frauen, technische Fächer zu studieren.

Eine Lösungsmöglichkeit für diesen Mangel ist, verstärkt technische Fachkräfte außerhalb Europas zu rekrutieren. Für 2012 sprechen deshalb nach einer regionalen Studie von 2008 mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen der internationalen Mitarbeitersuche eine große Bedeutung zu. Neben der mangelnden Verfügbarkeit von geeigneten Ingenieuren auf dem nationalen Arbeitsmarkt ist auch der Aufbau von Produktionsstätten oder Vertriebsstrukturen etwa in Asien oder Osteuropa hierbei von Bedeutung.

Bei der Mitarbeitersuche außerhalb des eigenen Landes haben sich die Unternehmen aus der D A CH-Region nach der Erweiterung der EU zunächst einmal nach Osteuropa orientiert. Aber auch hier ist das Reservoir begrenzt, zumal die EU für osteuropäische Arbeitskräfte teilweise hohe bürokratische Hürden aufgebaut hat. Zwei außereuropäische Regionen bieten sich vor allem als Alternative an: Einmal Nordamerika (USA, Kanada), zum zweiten Asien (Japan, China, Indien). Der Region Nordamerika wird immerhin von durchschnittlich 36 Prozent der befragten Unternehmen ein hohes Angebot beim Mittleren Management, den Professionals, Young Professionals oder Hochschulabsolventen zugesprochen. Für die Region Asien liegt dieser Anteil etwas niedriger bei ca. 30 Prozent. Hier mag auch das sprachlich-kulturelle Element eine Rolle spielen. Kräfte aus Nordamerika sprechen Englisch als „native speaker“ und stehen der europäischen Kultur relativ nahe. Allerdings holen die Schwellenländer China und Indien hier zunehmend auf, es gibt dort immer mehr gut ausgebildete Ingenieure mit akzeptablen Englischkenntnissen. Wenn man auf die Zahl der tatsächlichen Rekrutierungen von Fachkräften aus diesen beiden Regionen schaut, dreht sich das Verhältnis allerdings um: während es praktisch keinerlei Einstellungen von US-Amerikanern und Kanadiern gibt, werden immerhin bis zu 5 Prozent Asiaten eingestellt, besonders als Hochschulabsolventen und im Mittleren Management.

Aus diesen Zahlen ergibt sich eine große Chance für die suchenden Unternehmen aus D A CH. Sie können entweder das wachsende Kräftepotential der aufstrebenden Schwellenländer China und Indien nutzen und hier besonders auch Absolventen ansprechen, die an Universitäten im deutschsprachigen Raum studiert haben. Oder sie rekrutieren vermehrt in den kulturell verwandten Ländern USA und Kanada. Hier dürften sich gerade jetzt aufgrund der dort rasant wachsenden Arbeitslosigkeit exzellente Chancen eröffnen.

Praxistipp

Was können Sie beispielsweise konkret tun, um qualifizierte Ingenieure von außerhalb Europas für Ihr Unternehmen zu gewinnen und diese auch langfristig an sich zu binden?

  • Informieren Sie sich genau über die einschlägigen EU-Bestimmungen und –Pläne („Blue Card“).

  • Verstärken Sie Ihr Netzwerk nach Ostasien und Indien sowie nach Nordamerika.

  • Informieren Sie sich über die Arbeitsmarktlage und das Angebot von gut ausgebildeten technischen Fachkräften in diesen Ländern.

  • Beauftragen Sie Personalberatungen mit der Suche, die international aufgestellt sind und sich insbesondere mit den asiatischen Kulturen gut auskennen.

  • Achten Sie darauf, dass Ihre wichtigsten Mitarbeiter ein gutes Englisch sprechen. Bei Zweifeln investieren Sie in deren Weiterbildung. Sorgen Sie in Ihrem Unternehmen für ein interkulturelles Arbeitsklima, das von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

  • Sprechen Sie auf Career Fairs an den Universitäten der Region D A CH gezielt Studierende aus Asien und Nordamerika an.    

Sollten Sie weiteren Informationsbedarf zu diesem Thema haben, rufen Sie uns gerne an! Wir unterstützen Sie sowohl im Recruitment von Fachkräften aus Japan und auch China als auch in der Beratung über die Besonderheiten dieser asiatischen Kulturen.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 













 

 

 




Vorstand/CEO:
Hadi Tunc


Aufsichtsrat/Supervisory Board:

Vorsitzender/Chairman:
Friedrich H. Cloos

Mitglieder des Aufsichtsrats/Members of Supervisory Board:
Dr. Christian Wolf
Dr. Walter Maier
 

Sitz der Gesellschaft/Company Registration:
München/Munich

Registergericht/Register Court:
Amtsgericht München/County Court Munich:
HRB: 143 169


USt-IdNr: DE813468753
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