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compleo newsletter 07/2009

Inhalt

Standort Deutschland in der Krise?

Niedrige Realeinkommensentwicklung in Deutschland

HR-Management in der Krise

 

Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

willkommen bei unserem aktuellen Newsletter. Auch heute haben wir wieder wichtige Informationen sowie nützliche Tipps und 
Tricks aus der Praxis für Sie zusammengestellt.

Unser erster Artikel zeigt auf, warum Deutschland im internationalen Vergleich noch immer ein interessanter Standort ist und welche Punkte für Ihre eigene Geschäftsentwicklung in Deutschland ausschlaggebend sind.

Der zweite Artikel beschäftigt sich mit der aktuellen Lohnentwicklung und den Chancen, die sich daraus für Ihre Personalplanung ergeben – ein Thema, bei dem das compleo-team Sie gerne kompetent berät und unterstützt. 

In unserem dritten Artikel geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich in schwierigen Zeiten mit Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich auseinandersetzen können. Auch hierbei steht Ihnen die compleo AG gerne mit ihrem Spezialisten-Team zur Seite.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen und sind gespannt auf Ihre 
positiven sowie kritischen Rückmeldungen und Fragen zu unseren 
aktuellen Themen.

Ihr compleo-team

 

Standort Deutschland in der Krise?

Erst kürzlich ist München, dicht gefolgt von Frankfurt, als die teuerste Stadt Deutschlands gekürt worden. International stehen nun zwei japanische Städte an der Spitze: Tokio und Osaka. Tokio verdrängt damit Moskau auf den Platz drei ab. Im internationalen Umfeld liegt München auf Platz 46 (Studie der Beratungsgesellschaft Mercer). Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da viele Rangverschiebungen aufgrund von Währungsdifferenzen zustande kommen. Nichtsdestotrotz geben sie einen Einblick in die Kostenverhältnisse.

Im internationalen Vergleich ist damit Deutschland  aus Kostengesichtspunkten ein sehr interessanter Standort. Das haben in den letzten Jahren viele Unternehmen erkannt. Allein im Zeitraum von 2000 bis 2007 haben sich rund 90 japanische Firmen in Bayern niedergelassen. Während z.B. die ansässige Automobilzulieferindustrie unter Existenzängsten leidet, siedelten sich neue Zulieferer aus dem Ausland an. Jede Krise birgt sicherlich auch Chancen für neue Geschäftsentwicklungen in sich.

Neben den Kosten werden bei Standortentscheidungen häufig die Unternehmenssteuern verglichen. 2005 lag Deutschland, dicht gefolgt von Frankreich mit dem höchsten Steuersatz von 38,6% an der europäischen Spitze der Unternehmenssteuern (ZWE-Studie). Mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz von 2008 liegt Deutschland nun im Mittelfeld. Der Steuersatz beträgt im Durchschnitt 29,6%. Damit hat Deutschland auch einen Beitrag zur Reduzierung der Unternehmenssteuern beigetragen.

Wieso verlassen unter diesen Konstellationen immer mehr einheimische Unternehmen Deutschland, während der Zuwachs der ausländischen Geschäftspartner steigt?

Wenn Sie diese wichtigen Punkte verfolgen, werden Sie die Attraktivität an Deutschland wieder zurückgewinnen:

  • Nehmen Sie Probleme als Herausforderung an!
  • Suchen Sie erst nach den Chancen und nicht nach den Risiken!
  • Entwickeln Sie Ihren eigenen Weg!
  • Perfektionieren Sie nicht alles von Anfang an!
  • Suchen Sie nach unkonventionellen sowie kreativen Lösungen!
  • Entwickeln Sie einen Business-Plan, an dem Sie regelmäßig arbeiten!
  • Schließen Sie Ihre Mitarbeiter in den Veränderungsprozess mit ein!
  • Kommunizieren Sie Ihre Ziele!
  • Geben Sie klare Aufgaben und Ziele vor!
  • Verfolgen Sie Ihre Vision!

Die compleo AG berät Unternehmen in Ihrer Entwicklung. Der Geschäftsbereich cbd (compleo business development) beinhaltet neben der fachlichen Beratung Coachingleistungen um Ihnen und Ihrer Mannschaft die selbständige Entwicklung zu ermöglichen.


Niedrige Realeinkommensentwicklungen in Deutschland

Insbesondere unsere internationalen Klienten staunen immer wieder über die relativ niedrigen Einkommen von Spezialisten und Führungskräften in Deutschland.

Während in vielen Ländern die Löhne und Gehälter in den Jahren 2001 – 2007 erheblich stiegen, lag das durchschnittliche Lohnwachstum in diesem Zeitraum in Deutschland bei bescheidenen 0,51% (ILO – International Labour Organisation).

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die durchschnittlichen Reallöhne 2009 in Deutschland sinken werden. Vor allem sehr hoch vergütete Ingenieure aus dem Bereich Automotiv und Maschinenbau müssen sich zunehmend damit anfreunden, dass sie ihre Vergütungspakete bei einem Stellenwechsel nicht ohne weiteres ausbauen können. Vielmehr müssen Sie zunehmend Reallohnverluste akzeptieren.

In der Pharma-Branche sieht es teilweise etwas anders aus. Dort ist das Niveau weiterhin sehr hoch. Gut ausgebildete und erfahrene Personen stehen derzeit nur sehr begrenzt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Einerseits hat deren Wechselwilligkeit aufgrund der Wirtschaftskrise abgenommen und andererseits ist das Potential dieser Arbeitsgruppe in Deutschland nicht ausreichend vorhanden. Ohne dem internationalen Arbeitsmarkt und der Bereitschaft der Zuwanderung hochqualifizierter Personen wäre der Standort Deutschland für diese Branche stark gefährdet. Die Gehälter entwickeln sich jedoch auch hier nicht mehr im „Siebenmeilenstiefeltempo“.

In beiden Fällen sind sie gut beraten, wenn Sie Ihre Personalplanung auch in der Krise nicht vernachlässigen. Im Falle der Automobil- und Maschinenbaubranche haben Sie jetzt sehr gute Chancen qualifiziertes Personal preiswert zu gewinnen. Sobald es wirtschaftlich wieder ein wenig aufwärts geht, wird der Arbeitsmarkt wieder sehr eng werden. Im Falle der Pharma-Branche dürfen Sie ebenfalls den Kontakt zum Arbeitsmarkt nicht verlieren.

Im Geschäftsbereich ces (compleo executive search) betreut die compleo AG Unternehmen im Personalmarketing und Bewerber bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz und steigert somit die Leistung der Klienten und die Zufriedenheit der Bewerber. Nähere Informationen finden Sie unter www.compleo.de

 

HR-Management in der Krise

Mitarbeiter aus dem Bereich HR-Management stehen in der Wirtschaftskrise häufig unter Druck und gleichzeitig unter starker Beobachtung.

Gerade in diesen schwierigen Zeiten rücken „Fakten“ in den Vordergrund. Der Personaler wird aktuell von der Geschäftsleitung daran gemessen, wie gut er mit dem „harten Besen“ die Stube kehrt und das noch mit einem möglichst geringen Budget.

Da bleiben nicht viel Zeit und Mittel, um sich einerseits um das Wohl der Mitarbeiter zu kümmern, von denen man sich trennen muss, als auch um jene, die noch im Unternehmen verbleiben.

Sollten Sie sich als HR-ler mit schwierigen Restrukturierungsmaßnahmen auseinandersetzen müssen, so denken Sie an folgende Punkte:

  • Holen Sie möglichst verschiedene Meinungen zu einer personellen Einzelentscheidung ein
  • Wenn Sie selbst kein Arbeitsrechtler sind und juristische Unterstützung einkaufen, beschäftigen Sie sich intensiv mit den Gesetzen
  • Bei Unternehmen mit Betriebsräten binden Sie den Betriebsrat möglichst frühzeitig in die Planungen ein
  • Binden Sie formelle- und informelle Führungskräfte in den Entscheidungsprozess durch Information und Gedankenaustausch ein
  • Bereiten Sie sich auf die Einzelgespräche sehr gut vor
  • Kommunizieren Sie, spätestens nachdem die Einzelentscheidungen den Mitarbeitern mitgeteilt wurden, die Trennung an alle Arbeitnehmer ihres Unternehmens
  • Halten Sie den Vorgesetzten des Unternehmens den Rücken frei, damit das operative Geschäft nicht leidet
  • Bereiten Sie sich und die Vorgesetzten auf den „Worst-case“ vor: z.B. gekündigter Mitarbeiter muss aufgrund seiner negativen Reaktion kurzfristig freigestellt werden
  • Der Ton macht die Musik
  • Erwarten Sie kurzfristig keinen Dank
  • Leben Sie besonders in dieser schwierigen Zeit „gesund“ und tun Sie öfters etwas „gutes“ für sich selbst

Sie stehen vor einer Personalabbaumaßnahme oder sind mittendrin. Wir können Sie bei einzelnen Trennungen bis hin zu Massenentlassungen unterstützen. Unsere Leistungen passen wir an Ihre Bedürfnisse an. Strategische, operative oder begleitende Maßnahmen, sowie ein Coaching sind möglich.

Im Geschäftsbereich chr (compleo hr-management) berät die compleo AG Unternehmen umfassend im Bereich Human Resources.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Vorstand/CEO:
Hadi Tunc


Aufsichtsrat/Supervisory Board:

Vorsitzender/Chairman:
Friedrich H. Cloos

Members of Supervisory Board:
Dr. Christian Wolf
Dr. Walter Maier
 

Sitz der Gesellschaft/Company Registration:
München/Munich

Registergericht/Register Court:
Amtsgericht München/County Court Munich:
HRB: 143 169


USt-IdNr: DE813468753
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